Tag 1 – 4 | Bereits bei der Kontaktaufnahme im Herbst 2019 gab es erste Vorabklärungen: Ich mailte meine aktuellsten Arztberichte und die letzten MRI-Bilder. Innerhalb einer Woche kam der Bescheid: Dr. Fedorenko habe meine Unterlagen angeschaut und meinte: Ja, ich sei geeignet. Das war in der Schweiz. Jetzt, da ich in Moskau bin, werde ich gründlich untersucht. Sollte ich mich doch nicht für die Behandlung eignen, fliege ich wieder zurück.

Die Würfel sind gefallen

Tag 4, 10.00 Uhr, 13. März, Fr

Am Morgen bat mich Dr. Fedorenko in sein Büro. Herzklopfend folgte ich ihm. Was er wohl zu den Ergebnissen der vielen Untersuchungen sagen würde? War ich geeignet für die Stammzelltransplantation? Im Büro angekommen erklärte mir Dr. Fedorenko die Ergebnisse. Obwohl ich ich als MS-Betroffener sehr eingeschränkt sei, sei ich – ausser der MS – kerngesund. Klare Sache: Ich sei geeignet für die Behandlung. Uff und Hurra!

Ich rollte in mein Zimmer und schon ein paar Minuten später kam die Arztsekretärin Anastasia mit x Dokumenten, die ich zu unterschreiben hatte, zu mir. Danach verabreichte sie mir zur Schonung des Magens eine Tablette. Wieder eine halbe Stunde später kam eine Pflegefachfrau und begann mit der Behandlung: Sie verabreichte mir die erste Infusion an Steroiden 500 ml.


Fazit: Ich war erstaunt mit welcher Effizienz und Schnelligkeit die verschiedenen Disziplinen zusammenarbeiteten, um Prof. Dr, Fedorenko die nötigen Auswertungen als Grundlage für seinen Entscheid zu geben. Und nur ein paar Minuten nach dem Ja-Entscheid stand die Arztsekretärin  bei mir im Zimmer, kurz danach kam die Pflegefachfrau und ehe ich es richtig begriff, lag ich auf dem Bett, mit einer Spritze im Arm und schaute der baumelnden Infusion zu, wie es langsam in den Plastikschlauch tröpfelte. Der Beginn meiner Behandlung! Wer hätte das gedacht: In einem Land, das ich als West-Europäer als putinverseucht und gesetzeswillkürlich einstufte und deshalb noch vor ein paar Monaten für mich nicht im geringsten vertrauenswürdig erschien. Nur der enorme Leidensdruck führte mich dazu, diesen Ort aufzusuchen..

Eine Betroffene, die vor rund einem Jahr auch zu dieser Behandlung hier war, meinte: «Die Schweizer können hier viel von den Russen lernen: Wie schnell und mit welcher Professionalität hier gearbeitet wird. Wunderbar gewürzt mit aufrichtiger Herzlichkeit und Anteilnahme. Von Anfang an fühlte ich mich wohl und gut aufgehoben! Ich wünschte, ich wäre so in der Schweiz behandelt worden. Meine schlechten Erfahrungen frusteten mich so sehr, dass ich nach Lösungen suchte und im Internet auf diese Klinik stiess. Es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens, mich hier behandeln zu lassen!»

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